Sodala, der erste Monat im Jahr ist geschafft. War doch ganz leicht, hm? Ging fast wie von selbst...
Wusstet Ihr, dass Anfang Februar das alte irische Fest Imbolc gefeiert wird (werden kann). Man nennt es auch Mondfest und es ist eine Art Frühlingsfest. Man erhofft sich die Kraft der Sonne zurück und wartet sehnsüchtig auf das Wiedererwachen der Natur.
Im Schnugi-Forum haben wir die Chance für ein Wichteln genutzt (wir wichteln da sehr gern, es ist wundervoll, anderen eine Freude zu bereiten!) und ich möchte Euch zeigen, was ich bekommen habe!
DAS ist der Deckel vom Böxlein, indem alles verpackt war. Ich mag solche Boxen!
Meine Lichtfest-Karte...
... und ihr Frühlings-lock-Innenleben
Bei diesem Wichteln war eine "Aufgabe", eine Gedicht über Licht zu finden oder selbstzudichten, hier das für mich, wundervolle Worte von Schiller:
Und das war mein Lichtgeschenk: Ein Kerzelein (das Rotverpackte) und Badebömbchen und Seifen (Imbolc gilt auch als Fest der Reinigung):
Ich war natürlich auch minimal näh-aktiv. Mein Kerlchen hat sich ein Handy-Halfter gewünscht, damit er beim laaaaaangen Telefonieren mit mir die Hände frei hat zum werkeln, kochen, computern (was habt ihr denn gedacht? tststs!)
Nix großes, aber nunja.
Und nun sitz ich hier bei Kerzenlicht, träumere vor mich hin, warte auf den Lieferservice mit dem Gyros und dem Salat und wünsche Euch einen fröhlichen, leuchtenden Abend mit guten Gedanken und ein wundervolles Restwochende!
Ich verlinke das Handyhalfter einfach noch bei Sew SaSu und schau mir an, was da noch so gefrickelt wurde...
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Samstag, 1. Februar 2014
Sonntag, 15. Dezember 2013
Sonntag, 15. Dezember 2013 - Dritter Advent
Hallihallo! Na? Noch im Weihnachtsstress oder doch schon auf der gemütlich-besinnlichen Seite des Festes angekommen?
Ich war ja wieder mal lange nicht hier. Aber faul war ich nicht (nicht mehr als sonst zumindest). Ich habe ein bissel hier gestichelt und ein bissel dadorten. Machmer einfach mal ne Foto-Tour, hm?
Zuerst mal der Fortschritt beim Cirque des Cercles. Es wächst ziemlich langsam, aber irgendwann....
Mein zweites Kreuzstichgroßprojekt: Secret Garden (1) von Michael Powell. Hab ich wieder ausgegraben und weitergestichelt.
Und hier die aktuellste Aufnahme meines Pfingstdings. Ich hab mich gegen das kleine Grundtuch von anno letztens entschieden und mein großes "Gelbe Steine" Tuch hervorgeholt. Erstmal, weil ich in groß einfach besser arbeiten kann und dann die Überlegung: Ich hab keinen Abnehmer für ein "Wandhängerle". Eine Kuscheldecke kann ich notfalls noch caritativ verschenken....
Es kommen noch Blüten drauf, viel und eher nicht "naturnah". Ein paar Schmetterdinger vielleicht, ne schigge Schnegge hab ich gefunden, Krabbelgetier... mal sehen, wie die Zeit reicht!
Dann hab ich noch etwas "Kleinkram" genäht. Ein A5-Buch eingekleidet (und gleich zum Nikolauswichteln bei den SCHNUGIS verschenkt). Das zweite, eulige ist noch nicht fertig. Da fehlt noch der Knopfschmuck. Für den ist mir aber no nix gscheites eingefallen.
Dann noch ein kleines... hm, was ist das eigentlich? Ein Körbchen? Schälchen? Egal. Ein "Rein-tu-Dingsie". Das kommt zu Pfingsten mit zum Basar der Bärenherzler in Gröbern. Oder ich find jemanden, ders ham will.
Und noch ein kleines Zaubertäschelchen ist mir unter der Nähmaschine vorgehüpft. Mit extra Stecktasche außen... Muß noch geknöpfelt werden...
So. Das war, neben aufräumen, dreimal blöd krank sein und endlos durchs Netz surfen meine Beschäftigung der letzten Wochen...
Noch ne Woche, dann hab ich frei für dies Jahr. Ob noch viel Stichelei wird? Ich wags zu bezweifeln.
Ich wünsche Euch allen in Bloggerland noch eine wundervolle Vorweihnacht, ein schönes Fest nach Euren Wünschen und einen ausgesucht guten Rutsch ins neue Jahr!
Ich war ja wieder mal lange nicht hier. Aber faul war ich nicht (nicht mehr als sonst zumindest). Ich habe ein bissel hier gestichelt und ein bissel dadorten. Machmer einfach mal ne Foto-Tour, hm?
Zuerst mal der Fortschritt beim Cirque des Cercles. Es wächst ziemlich langsam, aber irgendwann....
Mein zweites Kreuzstichgroßprojekt: Secret Garden (1) von Michael Powell. Hab ich wieder ausgegraben und weitergestichelt.
Und hier die aktuellste Aufnahme meines Pfingstdings. Ich hab mich gegen das kleine Grundtuch von anno letztens entschieden und mein großes "Gelbe Steine" Tuch hervorgeholt. Erstmal, weil ich in groß einfach besser arbeiten kann und dann die Überlegung: Ich hab keinen Abnehmer für ein "Wandhängerle". Eine Kuscheldecke kann ich notfalls noch caritativ verschenken....
Es kommen noch Blüten drauf, viel und eher nicht "naturnah". Ein paar Schmetterdinger vielleicht, ne schigge Schnegge hab ich gefunden, Krabbelgetier... mal sehen, wie die Zeit reicht!
Dann hab ich noch etwas "Kleinkram" genäht. Ein A5-Buch eingekleidet (und gleich zum Nikolauswichteln bei den SCHNUGIS verschenkt). Das zweite, eulige ist noch nicht fertig. Da fehlt noch der Knopfschmuck. Für den ist mir aber no nix gscheites eingefallen.
Dann noch ein kleines... hm, was ist das eigentlich? Ein Körbchen? Schälchen? Egal. Ein "Rein-tu-Dingsie". Das kommt zu Pfingsten mit zum Basar der Bärenherzler in Gröbern. Oder ich find jemanden, ders ham will.
Und noch ein kleines Zaubertäschelchen ist mir unter der Nähmaschine vorgehüpft. Mit extra Stecktasche außen... Muß noch geknöpfelt werden...
So. Das war, neben aufräumen, dreimal blöd krank sein und endlos durchs Netz surfen meine Beschäftigung der letzten Wochen...
Noch ne Woche, dann hab ich frei für dies Jahr. Ob noch viel Stichelei wird? Ich wags zu bezweifeln.
Ich wünsche Euch allen in Bloggerland noch eine wundervolle Vorweihnacht, ein schönes Fest nach Euren Wünschen und einen ausgesucht guten Rutsch ins neue Jahr!
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Sonntag, 22. September 2013
Sonntag, 22.09.2013
Guten Hallo da draußen.
Ich hab grade mein Kerlchen ins Auto gesetzt, damit er heimfahren kann und langweilige mich nun schrecklich ganz dolle. Da dacht ich: Posteste halt was! Also post ich was. Bin ja nich so. Hör ja auf mich... meistens
Die letzten Tage hab ich noch etwas rum und num gestickt und das sieht nun SO aus:
Ich hab grade mein Kerlchen ins Auto gesetzt, damit er heimfahren kann und langweilige mich nun schrecklich ganz dolle. Da dacht ich: Posteste halt was! Also post ich was. Bin ja nich so. Hör ja auf mich... meistens
Die letzten Tage hab ich noch etwas rum und num gestickt und das sieht nun SO aus:
Es wächst, langsam, aber stetig. Fast hätte ich überm stickeln vergessen, dass noch ein Burzeltags-Geschenk ausstand. Freitag Abend hab ich gaaaanz eilig begonnen und es tatsächlich geschafft, eine Stunde vorm Losgehen am Samstag fertig zu sein. Das "Objekt" ist eine kleine Handtaschen-Geldbörsen-Dingens und mir fast ganz gut gelungen. Gearbeitet hab ich sie nach einem käuflichen Schnitt von Emmaline. Das Teil ist nicht so schief, wie es auf den Fotos rüberkommt.
Das war sicher nicht das letzte, was ich nach diesem Schnitt genäht habe. Allerdings werd ich beim nächsten etwas mehr Stabilität reinbringen (fragt mich bitte nicht, wie - ich hab keinen Schimmer) und für die "Außenhaut" etwas strapazierfähigeren Stoff oder Wachsttuch oder so verwenden... und ich werd mein Repertoire an Flüchen aufstocken... Wenn man einige Stunden am Fluchen ist, ist die Wiederholungsrate enorm... -.-
Seid lieb gegrüßelt
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Sonntag, 15. September 2013
Sonntag, 15.09.2013
Isch bin ferddisch! Fix un alle! Zwei Stunden Bowling... klingt nicht viel, oder? Aber wir hatten eine Bahn ZU ZWEIT... also nix mit mal hinsetzen und verschnaufen. Es hat immer nur zum "schnaufen" gereicht. Aber ich liebe es! SO macht Sport Spaß.
Ansonsten war der Sonntag etwas angefault. Es hat nur zu einem kleinen Stoffschälchen gereicht. Furchtbar, diese Urläube. Immer dieses ständige Relaxen. :D
Hier nun die Tagesausbeute (Äh, wie fotografiert man Muskelkater?)
Ich wünsch euch ne ruhige Nacht und für morgen einen dollen angenehmen Wochenstart. ICH geh jetzt duschen...
Allysonn
Ansonsten war der Sonntag etwas angefault. Es hat nur zu einem kleinen Stoffschälchen gereicht. Furchtbar, diese Urläube. Immer dieses ständige Relaxen. :D
Hier nun die Tagesausbeute (Äh, wie fotografiert man Muskelkater?)
Ich wünsch euch ne ruhige Nacht und für morgen einen dollen angenehmen Wochenstart. ICH geh jetzt duschen...
Allysonn
Samstag, 14. September 2013
Samstag, 14.09.2013
Und da isse wieder! Joa! Gar nich mal so lang hin, oder?
Ich war mal wieder mittelfleißig und hab drei Klein-Taschies genäht.
Das erste ist nach diesem Tutorial von Marianne entstanden und heißt deshalb auch "Täschchen Marianne". Es ist etwas groß geraten...und vor allem in die falsche Richtung "groß". Ich wollte was längliches haben für einen Strang Wolle, ein Nadelspiel und einen bis zwei angefangene Socken... Nun ja. Es irrt der Mensch, solang er näht... oder so.
Die zweite ist wieder nach der Zaubertaschen-Anleitung entstanden, diesmal mit schräger Blende. Meine Knöpfli-Lieferung ist noch nicht da, deshalb hab ich ne Nadel eingepiekst. Die Brosche ist mir (mit einigen anderen) in einem Antik-Trödel-Laden in meine Tasche gehopst. Sie hat wohl gewußt, dass sie perfekt zu exakt dieser Tasche passen würde...
Die letzte Tasche ist Frei-Schnauze entstanden und nicht wirklich hübsch. Sie ist zu klein für alles und aufgrund ihrer Kleinheit auch nicht sehr sorgfältig gearbeitet. Bin halt Grobmotoriker. Ich definiere das "Ding" halt zum Prototypen für andere (und vor allem größere) Täschelchen...
So... mehr hab ich grad nicht.
Ich wünsch Euch n schönes, kreatives, interessantes Wochenende.
Allysonn
Ich war mal wieder mittelfleißig und hab drei Klein-Taschies genäht.
Das erste ist nach diesem Tutorial von Marianne entstanden und heißt deshalb auch "Täschchen Marianne". Es ist etwas groß geraten...und vor allem in die falsche Richtung "groß". Ich wollte was längliches haben für einen Strang Wolle, ein Nadelspiel und einen bis zwei angefangene Socken... Nun ja. Es irrt der Mensch, solang er näht... oder so.
Die zweite ist wieder nach der Zaubertaschen-Anleitung entstanden, diesmal mit schräger Blende. Meine Knöpfli-Lieferung ist noch nicht da, deshalb hab ich ne Nadel eingepiekst. Die Brosche ist mir (mit einigen anderen) in einem Antik-Trödel-Laden in meine Tasche gehopst. Sie hat wohl gewußt, dass sie perfekt zu exakt dieser Tasche passen würde...
Die letzte Tasche ist Frei-Schnauze entstanden und nicht wirklich hübsch. Sie ist zu klein für alles und aufgrund ihrer Kleinheit auch nicht sehr sorgfältig gearbeitet. Bin halt Grobmotoriker. Ich definiere das "Ding" halt zum Prototypen für andere (und vor allem größere) Täschelchen...
So... mehr hab ich grad nicht.
Ich wünsch Euch n schönes, kreatives, interessantes Wochenende.
Allysonn
Samstag, 31. August 2013
Samstag, 31. August 2013
Hm...irgendwie krieg ich das mit "einmal die Woche posten" auch nicht hin. Was solls. Post ich halt dann, wenn ich "kann". Schreibblockade ist ähnlich doof wie Nähblockade oder gar Hausarbeitsblockade. Wenn man das Gefühl hat zu müssen... ne, wenn ICH das Gefühl hab, müssen zu müssen... dann hab ich quasi schon mal den metaphorischen Sand im Getriebe. Meine Oma sagte immer: Da macht wer Dreck untern Lehm...
Deshalb: Kein Plan, kein Zwang, kein Druck. Wenn was anliegt, schreib ich, wenn nicht, dann nicht.
Für heute gibt es nur Kleinkram-Fotos. In den letzten zwei Wochen bin ich über etliche Täschchen-Tutorials gestolpert und versuch nun, alle mal auszuprobieren. Klein, fein und fix. Was will man mehr?
Die beiden hier sind sogenannte Zaubertäschchen. Man muss sehr genau schauen, wie sie genäht sind. Ich hab erst die Täschchen gesehen, dann gegrübelt (und rausgefunden) wies wohl funktioniert... und dann: Hab ich die Anleitung dafür im Netz gefunden. Geil, wa? *Stellt Euch hier einen extrem genervten Gesichtsausdruck vor -.- *
Den Link enthalt ich Euch aber nicht vor, es muss ja nicht jeder Grübeln müssen dürfen. Nicht wahr? Siehste!
Hier findet ihr die Anleitung: Zauber-Tasche Anleitung
Und nun: Die Fotos! Bei der ersten fehlt noch das Knöpfelein. Ich bin noch am Grübeln, ob ich ein (vorhandeners) schwarzes Drückerle reintu oder ein (noch zu kaufendes) andersfarbiges... und vor allem, welche Farbe?
So. In der Hoffnung, demnächst mehr zu haben verbleibe ich mfG (mit frechem Grinsen)
Deshalb: Kein Plan, kein Zwang, kein Druck. Wenn was anliegt, schreib ich, wenn nicht, dann nicht.
Für heute gibt es nur Kleinkram-Fotos. In den letzten zwei Wochen bin ich über etliche Täschchen-Tutorials gestolpert und versuch nun, alle mal auszuprobieren. Klein, fein und fix. Was will man mehr?
Die beiden hier sind sogenannte Zaubertäschchen. Man muss sehr genau schauen, wie sie genäht sind. Ich hab erst die Täschchen gesehen, dann gegrübelt (und rausgefunden) wies wohl funktioniert... und dann: Hab ich die Anleitung dafür im Netz gefunden. Geil, wa? *Stellt Euch hier einen extrem genervten Gesichtsausdruck vor -.- *
Den Link enthalt ich Euch aber nicht vor, es muss ja nicht jeder Grübeln müssen dürfen. Nicht wahr? Siehste!
Hier findet ihr die Anleitung: Zauber-Tasche Anleitung
Und nun: Die Fotos! Bei der ersten fehlt noch das Knöpfelein. Ich bin noch am Grübeln, ob ich ein (vorhandeners) schwarzes Drückerle reintu oder ein (noch zu kaufendes) andersfarbiges... und vor allem, welche Farbe?
So. In der Hoffnung, demnächst mehr zu haben verbleibe ich mfG (mit frechem Grinsen)
Donnerstag, 1. März 2012
Donnerstag, 01.03.2012
Hallo, guten Tag!
Ich hatte doch übergestern von meinem Taschen-Tut geredet, besser gesagt, geschrieben. Ich denk mal, ich setz das mal hier so rein so, nich. Aber Achtung, is laaaaaaaang! Wenn Ihr die Fotos anklickt, werden sie etwas größer und vielleicht erkennt man da besser, was drauf ist!
Also: Wir nähen eine Tasche. Diese hier:
Ich habe dazu keine Anleitung gehabt und mir das alles selber zusammengefrickelt. Deshalb kann es sein, dass für versierte Taschlerinnen manche Arbeitsschritte umständlich oder gar überflüssig erscheinen mögen. Verzeiht mir das bitte, ich bin nun mal ein Umstandsbolzen... Und außerdem zählt das Ergebnis. Oder?
Zuerst suchen wir uns die passenden Stöffchen: Einen für den Korpus, einen Schmuckstoff für die Aufsetztaschen und Henkel und einen Futterstoff. Der Korpus wird bei mir blank schwarz (da gibts kein Foto dazu), der Schmuckstoff heißt Celestial Dreams by Laurel Burch (Das ist ne ganze Kollektion gewesen, wird aktuell nicht mehr hergestellt, kann aber sicher in dem einen oder anderen Patchworkladen noch erworben werden. Meinen hab ich zu Pfingsten gekauft. Wo, sag ich nicht, weil: Desch isch Werbunk. ) und der Futterstoff ist ein überflüssiges Kopfkissen aus ner Bettwäsche (unbenutzt und neu gewesen)
Schick, nich? Meine Tasche soll relativ einfach im Schnitt sein, deshalb wird sie rechteckig. Einfacher geht nicht. Zuallererst widmen wir uns dem Taschenkorpus (der in schwarz). Ich hab mal einen Schnitt gezeichnet (und mich dann sinnigerweise total verrechnet beim Nähen).
Nach diesem Schnitt habe ich zwei schlichte Rechtecke aus dem schwarzen Stoff geschnitten und die Schnittlinien mittels Kontrastgarn auf den Rechtecken markiert (große Stichweite - gut wieder rauszumachen, aber "unverwischbar")
Und jetzt... sind wir schon beim nächsten Stück: Die Taschen, die außen drauf sollen. Ich habe auf einer Seite zwei Taschen und auf der anderen nur eine Tasche gearbeitet. Zuerst "bauen" wir die äußerste Tasche zusammen, die auf beiden Seiten vorkommt. Dazu benötigen wir unseren Schmuckstoff. Zwei Streifen, die so breit sind wie der Taschenkorpus komplett (der schwarze) und so hoch, wie ihr die Tasche haben wollt plus etwas Umschlag und Nahtzugabe. (das heißt in meinem Falle: die Tasche soll 12 cm hoch werden plus 2 cm Umschlag plus 2 cm Nahtzugabe ergibt 16 cm Streifenhöhe).
Und wir benötigen zwei Streifen Futterstoff (oder auch anderen, der weg muss oder so. Dieser Streifen wird wahrscheinlich nicht wieder zu sehen sein... es sei denn, ihr zeigt bewußt irgendwem die Innenseiten der Außentaschen...) Dieser Streifen ist so lang wie der Schmuckstoffstreifen und seine Höhe ist: Höhe Schmuckstoffstreifen minus 2 cm. )
Und die näht ihr nun zusammen, Gesicht auf Gesicht. Dabei wird (logischerweise) der Schmuckstoff etwas beulen, macht euch nix draus. Wendet das ganze und bügelt es aus. Und zwar so, dass der Schmuckstoff oben und unten etwas nach hinten geklappt ist. Dabei ist es egal, ob die Umschlagstreifen auf der Hinterseite oben und unten gleich hoch sind. Die sind nur dafür da, dass der "Futterstoff" garantiert nicht an irgendeiner Naht hervorblitzen kann. SO sieht das dann aus:
Jetzt könnt ihr den Streifen schon mal probelegen auf den Taschenkorpus. Achtet schon jetzt darauf, ob euer Schmuckstoff eine Schaurichtung hat. Meiner hat eine und ich lege den Stoff so, dass so wenig Mondgesichter aufm Kopf stehen, wie möglich.
So, liegts? Gut! Liegen lassen! Wir machen uns jetzt nämlich über das dritte Teil her: Die zweite Außentasche! Dazu benötigen wir Korpusstoff, Schmuckstoff und Futterstoff in folgenden Größen:
ein Stück 25 mal 20 cm in Schwarz
ein Stück 25 mal 20 cm in orange
ein Stück 25 mal 7 cm in Mondgesicht
Der Schmuckstoff sollte (wenn er eine Schaurichtung hat) auf den schwarzen Stoff ausgerichtet sein, er wird später über dem Schwarzen drüber "sitzen". Wir nähen das ganze zusammen, so wies da liegt: den bunten Stoffstreifen zwischen den schwarzen und den Futterstoffstreifen.
Gut bügeln und dann die Sache zusammenfalten. Und zwar so, dass der Knick erstmal sowieso im Motivstoff sitzt und zwar derart, dass es mit dem schwarzen Stück ne gute Optik gibt. Nicht zu schmal, nicht zu breit... bei meinem Stück hab ich ein kleines Sternengesicht komplett auf dem sichtbaren Streifen gelassen. Den Falz gut bügeln... Guggstu? So:
Diese Tasche bekommt nun eine Vlieseinlage. Ich hab hier H640 von Freudenberg genommen. Es ist 23 mal 19 cm groß und wird so exakt wies geht in den Falz eingelegt.
Wenn ihr das Stück wieder zusammenklappt, sollte im Falz oben keine "Luft" drin sein. Oki? Doki! Das Vlies hat eine Klebseite, die zeigt zum schwarzen Stoff und wird auch nach dem Wieder-Zusammenklappen mit dieser Seite verbügelt. Das garantiert, dass die Außentasche keine doofen Falten schlägt...
Nach dem Bügeln schneide ich das Stück auf Maß (die 25 cm Breite bleiben, die Höhe wird auf Gesamthöhe 19 cm eingekürzt).
Jetzt legen wird das Ganze nochmal zur Probe aus. Und zwar, weil wir nur so sehen, ob und welchen Schmuck die zweite Tasche noch verträgt. Wenn ich mit den vorgesehenen Maßen gearbeitet hätte, wäre da viel Schwarz gewesen, ich hatte mit einer Applikation eines oder zweier Mondgesichter geliebäugelt...
Zuerst legen wir so mittig es uns gelingt, die eben hergestellte Außentasche auf das Taschenstück. Der untere Rand liegt genau auf der (nähmarkierten) Knicklinie vom Korpus zum Boden.
Darauf kommt dann unser erstes Aufsetzteil, der bunte Streifen, auch mit der Unterkante auf der Knicklinie Korpus-Boden:
Naja, so richtig fesch viel Platz für ne Appli ist daaaa ja wohl nicht. Schadö. Egal!
So, wie das jetzt liegt, liegt das gut. Deshalb steck ich das jetzt mal ganz fix fest, bevor noch irgendein Droppel dranrumfuhrwerkt...
Solltet ihr das Dingelchen nachnähen, könnt ihr natürlich die zweite Außentasche auch auf beide Seiten bringen. Ich möchte aber die zweite Seite etwas anders gestalten, deshalb bleibt der bunte Streifen dort solo.
Hier an dieser Stelle sollte noch nix zusammengenäht werden, das kommt erst später...
So... und wir hopsen zum nächsten Puzzle-Teil: Die Henkel.
Dazu benötigen wir jeweils zwei Stoffstreifen vom Schwarzen und vom Mondgesichtigen
Der schwarze ist 10 cm breit über die gesamte Stoffbreite
der Mondgesicht 6 cm breit über die gesamte Stoffbreite
Zuerst befrickeln wir den schwarzen. Wir knicken grob geschätzt 1 bis 1,5 cm ein und bügeln das fest... jaaaaaaa! Über die gesamte Länge! Und dieses umgebügelte nähen wir mit dem größten Gradstich, den das Brüderchen hergibt fest:
Ich habs mit Kontrastgarn gemacht, damit mans besser sieht (und das hinterher sowieso nicht mehr sichtbar sein wird). Jetzt schnappen wir uns die Mondgesichtsstreifen und nähen die zu Röhren. Die wenden wir und bügeln sie schön aus.
Ich möchte die Henkel gern mit Vlies füttern, also schnippsle ich mir aus Thermolam (ist etwas fester als H640) Streifen in der Breite 3 cm:
Kaffeepause nicht vergessen...
Den Vliesstreifen legen wir auf unser schwarzes vorbereitetes Teilchen. Und zwar so, dass die offene Seite der Kontrastnaht oben liegt. Dann klappen wir das ganze zusammen: Erst die ungenähte Seite, dann die Genähte darüber:
Und das stecken wir dann schön fest
Wer hätte das gedacht? Besonders sorgfältige Näherinnen dürfen das ganze auch heften...
Und jetzt kommt der Mondgesichtstreifen. Einfach draufstecken, schön grade. Nadel drunterwegziehen, Streifen anpassen, Nadel wieder reinfusseln.
Wenn der bunte Streifen alle ist, einfach markieren und beherzt abschneiden. Dann den bunten Streifen auf den schwarzen draufsteppen, links und rechts, schön knappkantig...SO sollten sie aussehen, in etwa. Natürlich zwei davon...
Und das ganze stecken wir jetzt auf unsre gesteckten Taschenteile. Die Henkelliegen auf der Seiten"naht" der inneren Außentasche und die Enden der Henkel verschwinden knapp unter der äußeren Außentasche. Und ab damit unter die Nähmaschine.
Genäht wird an den Henkelseiten (wo die senkrechten Nadeln stecken, etwa). Und zwar von etwa 1 cm oberhalb der unteren Außentasche bis hinunter zur Bodenkante (über den Außentaschenstoff drüber). Oben solltet ihr gut verriegeln (vielleicht mit einem Nahtkreuz oder so).
Zum Schluß sollte das etwa so aussehen:
Henkel kurz über der Außentasche befestigt, bunter Streifen unten offen und die "Seitenteile" flattern frei im Wind. Die zweite Taschenseite erfordert etwas mehr Rechnerei. Der Henkel dort sollte von der Seitenkante des Korpus genauso weit weg sein wie auf dem anderen Teil, die Enden sollten genauso weit unter die Außentasche ragen und die Henkel sollten nach oben auch nur soweit angenäht werden, wie auf der anderen Seite. Einfach: Damit die Henkel am Ende gleich lang sind! Also: Anzeichnen, feststecken und herunternähen. Auch hier bleibt der Außentaschenboden offen und die Seitenflügel frei.
Prima, was? Und jetzt legen wir das ganze beiseite und kümmern uns um die inneren Werte unserer Tasche!
Zuerst schneiden wir unseren Innentaschenkorpus zurecht. Aus Futterstoff natürlich!
Tuchbreite = gleiche Breite wie Außentaschen-Stück
Tuchhöhe = Außentaschenstück-Höhe minus 6 Zentimeter
So sieht das dann aus:
Die eine Seite der Innentasche erhält eine Reißverschlußtasche. Ich bin mir sicher, dass es einfachere Wege gibt dafür, aber das ist der Ally-way of Tasch...
Ein Stück Futterstoff (60 x 20 cm) wird in der Hälfte mit Vlies (H640) bebügelt (wieder abzüglich der Nahtzugaben (Größe 28 x 18 cm)

Gesicht auf Gesicht zusammelfalten, am Vlies rundum absteppen (Wendeöffnung an einer Längsseite lassen). Ecken kappen.
wenden und gut ausbügeln. Die Wendeöffnung braucht nur mit einer Stecknadel verschlossen werden, die machen wir nachher richtig zu...
Und nun der Reißverschluß: farblich passend und etwas kürzer als die Längsseite des grade entstandenen Stückes.
Und schon gehts weiter mit der anderen Seite der Innentasche: Der Grund"lappen" ist wieder wie der erste, mit Markierungen der Schnittlinien drauf. Hier aber sollen Steckplätze für Geldbörse und Händiefon hin. Also los:
Und schon sind wir bei der Endmontage. Toll doll, ne? Joa!
Zu Beginn des Endspurts stehen wir vor einer schwerwiegenden Entscheidung (Nein, nicht ob ich alles wegwerf!
) Die Entscheidungsfrage lautet: Welche Innentaschenseite soll
zukünftig Rücken an Rücken mit welcher Außentaschenseite sein Dasein
friste... äh verbringen.
Ihr seht, es IST kompliziert. Nach mehrstündigen Verhandlungen mit me
myself and I ist nun der Entschluß gefallen. Und damit nicht noch wer
Einwände erhebt, hab ich das gleich miteinander verfrickelt. Dies hier
wäre auch die Stelle, an der das Schlüsselband anmontiert werden müsste
(kreativ symbolisiert durch die Schere, nich
) Zusammengenäht werden die Stücke mit ihren jeweiligen OBERkanten (falls das nicht zu erkennen sein sollte....)
Jetzt gehen wir gleich zum Nächsten: Die Taschenseiten-Nähte. Etwas frickelig, aber ihr packt das! Ich habs ja auch gepackt! Zuerst verbinden wir nur die Teile der Aufsetztaschen von Vorder- und Rückenteil.
Das macht ihr links und rechts, okay? Gut! Nun kommen die richtigen Seitennähte dran. Dazu legt ihr, diesmal genauer, wieder die Taschenteile zusammen. Achtet auf den "Knotenpunkt" zwischen orange und schwarz. Das sollte exakt sitzen. Wichtig ist auch, dass ihr die Taschenhenkel aus der Naht raushaltet. Und, genauso wichtig: Die Außentaschen, die wir gerade genäht haben, dürfen auch nicht mit in die Naht baumeln! Klappt sie zurück!
So. Und jetzt wenden wir das gute Stück! Jetzt bekommen nämlich die aufgesetzten Taschen ihren Boden. Baut eure Maschine auf Freiarm um und näht dort einmal rundum:
Prima! Und ab zur letzten Runde: Tasche zurückwenden und den Boden des schwarzen Korpus schließen:
Und nun die orangene Innentasche: Das gleiche in bunt, nur lasst an der Unterkante eine Wendeöffnung!
Und, natürlich: WENDEN!
So, die letzten Meter bis zur Ziellinie! Schaffmer die noch? Ach klar!
Und wenn ihr mit den Henkeln alles "richtig" gemacht habt, sollten solche Schlaufen entstanden sein:
Theoretisch ist die Tasche jetzt fertig. Jetzt muss nur noch geputzt werden: Die Markiernähte müssen entfernt werden, die Kreidestriche rausgerubbelt und die Bodennaht geschlossen. Außerdem kann ein Stück Plastik oder so (in unsrem Falle 10 mal 40) mit Futter bezogen werden und als Boden eingelegt (wieso kann? Sollte!)
So. Jetzt schmückt das Teilchen nach Eurem Gutdünken und freut Euch dran! Und vergesst nicht, mir ein Foto davon zu schicken, ja?
So. Ich hoffe, ich hab mich verständlich ausgedrückt. Wenn nicht, fragt einfach nach. Ich möcht ja, dass Ihr Freude am Nähen habt!
Also, winke winke für Heute!
Allysonn
Ich hatte doch übergestern von meinem Taschen-Tut geredet, besser gesagt, geschrieben. Ich denk mal, ich setz das mal hier so rein so, nich. Aber Achtung, is laaaaaaaang! Wenn Ihr die Fotos anklickt, werden sie etwas größer und vielleicht erkennt man da besser, was drauf ist!
Also: Wir nähen eine Tasche. Diese hier:
Ich habe dazu keine Anleitung gehabt und mir das alles selber zusammengefrickelt. Deshalb kann es sein, dass für versierte Taschlerinnen manche Arbeitsschritte umständlich oder gar überflüssig erscheinen mögen. Verzeiht mir das bitte, ich bin nun mal ein Umstandsbolzen... Und außerdem zählt das Ergebnis. Oder?
Zuerst suchen wir uns die passenden Stöffchen: Einen für den Korpus, einen Schmuckstoff für die Aufsetztaschen und Henkel und einen Futterstoff. Der Korpus wird bei mir blank schwarz (da gibts kein Foto dazu), der Schmuckstoff heißt Celestial Dreams by Laurel Burch (Das ist ne ganze Kollektion gewesen, wird aktuell nicht mehr hergestellt, kann aber sicher in dem einen oder anderen Patchworkladen noch erworben werden. Meinen hab ich zu Pfingsten gekauft. Wo, sag ich nicht, weil: Desch isch Werbunk. ) und der Futterstoff ist ein überflüssiges Kopfkissen aus ner Bettwäsche (unbenutzt und neu gewesen)
Schick, nich? Meine Tasche soll relativ einfach im Schnitt sein, deshalb wird sie rechteckig. Einfacher geht nicht. Zuallererst widmen wir uns dem Taschenkorpus (der in schwarz). Ich hab mal einen Schnitt gezeichnet (und mich dann sinnigerweise total verrechnet beim Nähen).
Nach diesem Schnitt habe ich zwei schlichte Rechtecke aus dem schwarzen Stoff geschnitten und die Schnittlinien mittels Kontrastgarn auf den Rechtecken markiert (große Stichweite - gut wieder rauszumachen, aber "unverwischbar")
Und jetzt... sind wir schon beim nächsten Stück: Die Taschen, die außen drauf sollen. Ich habe auf einer Seite zwei Taschen und auf der anderen nur eine Tasche gearbeitet. Zuerst "bauen" wir die äußerste Tasche zusammen, die auf beiden Seiten vorkommt. Dazu benötigen wir unseren Schmuckstoff. Zwei Streifen, die so breit sind wie der Taschenkorpus komplett (der schwarze) und so hoch, wie ihr die Tasche haben wollt plus etwas Umschlag und Nahtzugabe. (das heißt in meinem Falle: die Tasche soll 12 cm hoch werden plus 2 cm Umschlag plus 2 cm Nahtzugabe ergibt 16 cm Streifenhöhe).
Und wir benötigen zwei Streifen Futterstoff (oder auch anderen, der weg muss oder so. Dieser Streifen wird wahrscheinlich nicht wieder zu sehen sein... es sei denn, ihr zeigt bewußt irgendwem die Innenseiten der Außentaschen...) Dieser Streifen ist so lang wie der Schmuckstoffstreifen und seine Höhe ist: Höhe Schmuckstoffstreifen minus 2 cm. )
Und die näht ihr nun zusammen, Gesicht auf Gesicht. Dabei wird (logischerweise) der Schmuckstoff etwas beulen, macht euch nix draus. Wendet das ganze und bügelt es aus. Und zwar so, dass der Schmuckstoff oben und unten etwas nach hinten geklappt ist. Dabei ist es egal, ob die Umschlagstreifen auf der Hinterseite oben und unten gleich hoch sind. Die sind nur dafür da, dass der "Futterstoff" garantiert nicht an irgendeiner Naht hervorblitzen kann. SO sieht das dann aus:
Jetzt könnt ihr den Streifen schon mal probelegen auf den Taschenkorpus. Achtet schon jetzt darauf, ob euer Schmuckstoff eine Schaurichtung hat. Meiner hat eine und ich lege den Stoff so, dass so wenig Mondgesichter aufm Kopf stehen, wie möglich.
So, liegts? Gut! Liegen lassen! Wir machen uns jetzt nämlich über das dritte Teil her: Die zweite Außentasche! Dazu benötigen wir Korpusstoff, Schmuckstoff und Futterstoff in folgenden Größen:
ein Stück 25 mal 20 cm in Schwarz
ein Stück 25 mal 20 cm in orange
ein Stück 25 mal 7 cm in Mondgesicht
Der Schmuckstoff sollte (wenn er eine Schaurichtung hat) auf den schwarzen Stoff ausgerichtet sein, er wird später über dem Schwarzen drüber "sitzen". Wir nähen das ganze zusammen, so wies da liegt: den bunten Stoffstreifen zwischen den schwarzen und den Futterstoffstreifen.
Gut bügeln und dann die Sache zusammenfalten. Und zwar so, dass der Knick erstmal sowieso im Motivstoff sitzt und zwar derart, dass es mit dem schwarzen Stück ne gute Optik gibt. Nicht zu schmal, nicht zu breit... bei meinem Stück hab ich ein kleines Sternengesicht komplett auf dem sichtbaren Streifen gelassen. Den Falz gut bügeln... Guggstu? So:
Diese Tasche bekommt nun eine Vlieseinlage. Ich hab hier H640 von Freudenberg genommen. Es ist 23 mal 19 cm groß und wird so exakt wies geht in den Falz eingelegt.
Wenn ihr das Stück wieder zusammenklappt, sollte im Falz oben keine "Luft" drin sein. Oki? Doki! Das Vlies hat eine Klebseite, die zeigt zum schwarzen Stoff und wird auch nach dem Wieder-Zusammenklappen mit dieser Seite verbügelt. Das garantiert, dass die Außentasche keine doofen Falten schlägt...
Nach dem Bügeln schneide ich das Stück auf Maß (die 25 cm Breite bleiben, die Höhe wird auf Gesamthöhe 19 cm eingekürzt).
Jetzt legen wird das Ganze nochmal zur Probe aus. Und zwar, weil wir nur so sehen, ob und welchen Schmuck die zweite Tasche noch verträgt. Wenn ich mit den vorgesehenen Maßen gearbeitet hätte, wäre da viel Schwarz gewesen, ich hatte mit einer Applikation eines oder zweier Mondgesichter geliebäugelt...
Zuerst legen wir so mittig es uns gelingt, die eben hergestellte Außentasche auf das Taschenstück. Der untere Rand liegt genau auf der (nähmarkierten) Knicklinie vom Korpus zum Boden.
Darauf kommt dann unser erstes Aufsetzteil, der bunte Streifen, auch mit der Unterkante auf der Knicklinie Korpus-Boden:
Naja, so richtig fesch viel Platz für ne Appli ist daaaa ja wohl nicht. Schadö. Egal!
So, wie das jetzt liegt, liegt das gut. Deshalb steck ich das jetzt mal ganz fix fest, bevor noch irgendein Droppel dranrumfuhrwerkt...
Solltet ihr das Dingelchen nachnähen, könnt ihr natürlich die zweite Außentasche auch auf beide Seiten bringen. Ich möchte aber die zweite Seite etwas anders gestalten, deshalb bleibt der bunte Streifen dort solo.
Hier an dieser Stelle sollte noch nix zusammengenäht werden, das kommt erst später...
So... und wir hopsen zum nächsten Puzzle-Teil: Die Henkel.
Dazu benötigen wir jeweils zwei Stoffstreifen vom Schwarzen und vom Mondgesichtigen
Der schwarze ist 10 cm breit über die gesamte Stoffbreite
der Mondgesicht 6 cm breit über die gesamte Stoffbreite
Zuerst befrickeln wir den schwarzen. Wir knicken grob geschätzt 1 bis 1,5 cm ein und bügeln das fest... jaaaaaaa! Über die gesamte Länge! Und dieses umgebügelte nähen wir mit dem größten Gradstich, den das Brüderchen hergibt fest:
Ich habs mit Kontrastgarn gemacht, damit mans besser sieht (und das hinterher sowieso nicht mehr sichtbar sein wird). Jetzt schnappen wir uns die Mondgesichtsstreifen und nähen die zu Röhren. Die wenden wir und bügeln sie schön aus.
Ich möchte die Henkel gern mit Vlies füttern, also schnippsle ich mir aus Thermolam (ist etwas fester als H640) Streifen in der Breite 3 cm:
Kaffeepause nicht vergessen...
Den Vliesstreifen legen wir auf unser schwarzes vorbereitetes Teilchen. Und zwar so, dass die offene Seite der Kontrastnaht oben liegt. Dann klappen wir das ganze zusammen: Erst die ungenähte Seite, dann die Genähte darüber:
Und das stecken wir dann schön fest
Und jetzt kommt der Mondgesichtstreifen. Einfach draufstecken, schön grade. Nadel drunterwegziehen, Streifen anpassen, Nadel wieder reinfusseln.
Wenn der bunte Streifen alle ist, einfach markieren und beherzt abschneiden. Dann den bunten Streifen auf den schwarzen draufsteppen, links und rechts, schön knappkantig...SO sollten sie aussehen, in etwa. Natürlich zwei davon...
Und das ganze stecken wir jetzt auf unsre gesteckten Taschenteile. Die Henkelliegen auf der Seiten"naht" der inneren Außentasche und die Enden der Henkel verschwinden knapp unter der äußeren Außentasche. Und ab damit unter die Nähmaschine.
Genäht wird an den Henkelseiten (wo die senkrechten Nadeln stecken, etwa). Und zwar von etwa 1 cm oberhalb der unteren Außentasche bis hinunter zur Bodenkante (über den Außentaschenstoff drüber). Oben solltet ihr gut verriegeln (vielleicht mit einem Nahtkreuz oder so).
Zum Schluß sollte das etwa so aussehen:
Henkel kurz über der Außentasche befestigt, bunter Streifen unten offen und die "Seitenteile" flattern frei im Wind. Die zweite Taschenseite erfordert etwas mehr Rechnerei. Der Henkel dort sollte von der Seitenkante des Korpus genauso weit weg sein wie auf dem anderen Teil, die Enden sollten genauso weit unter die Außentasche ragen und die Henkel sollten nach oben auch nur soweit angenäht werden, wie auf der anderen Seite. Einfach: Damit die Henkel am Ende gleich lang sind! Also: Anzeichnen, feststecken und herunternähen. Auch hier bleibt der Außentaschenboden offen und die Seitenflügel frei.
Prima, was? Und jetzt legen wir das ganze beiseite und kümmern uns um die inneren Werte unserer Tasche!
Zuerst schneiden wir unseren Innentaschenkorpus zurecht. Aus Futterstoff natürlich!
Tuchbreite = gleiche Breite wie Außentaschen-Stück
Tuchhöhe = Außentaschenstück-Höhe minus 6 Zentimeter
So sieht das dann aus:
Ich habe (dooferweise) die Schnittlinien (die die gleichen wie bei der Außentasche sind) mit Kreide angezeichnet. Tut das nicht! Das rächt sich später! Markiert auch hier die Linien mit einem Kontrastgarn mit größter Stichlänge!
Diesen Teilen habe ich ein Vlies verpasst (H640 von Freudenberg -
einseitig aufbügelbar). Komplette Fläche außer den Nahtzugaben:
Ein Stück Futterstoff (60 x 20 cm) wird in der Hälfte mit Vlies (H640) bebügelt (wieder abzüglich der Nahtzugaben (Größe 28 x 18 cm)
Gesicht auf Gesicht zusammelfalten, am Vlies rundum absteppen (Wendeöffnung an einer Längsseite lassen). Ecken kappen.
wenden und gut ausbügeln. Die Wendeöffnung braucht nur mit einer Stecknadel verschlossen werden, die machen wir nachher richtig zu...
Und nun der Reißverschluß: farblich passend und etwas kürzer als die Längsseite des grade entstandenen Stückes.
Und schon gehts weiter mit der anderen Seite der Innentasche: Der Grund"lappen" ist wieder wie der erste, mit Markierungen der Schnittlinien drauf. Hier aber sollen Steckplätze für Geldbörse und Händiefon hin. Also los:
Und schon sind wir bei der Endmontage. Toll doll, ne? Joa!
Zu Beginn des Endspurts stehen wir vor einer schwerwiegenden Entscheidung (Nein, nicht ob ich alles wegwerf!
Jetzt gehen wir gleich zum Nächsten: Die Taschenseiten-Nähte. Etwas frickelig, aber ihr packt das! Ich habs ja auch gepackt! Zuerst verbinden wir nur die Teile der Aufsetztaschen von Vorder- und Rückenteil.
Das macht ihr links und rechts, okay? Gut! Nun kommen die richtigen Seitennähte dran. Dazu legt ihr, diesmal genauer, wieder die Taschenteile zusammen. Achtet auf den "Knotenpunkt" zwischen orange und schwarz. Das sollte exakt sitzen. Wichtig ist auch, dass ihr die Taschenhenkel aus der Naht raushaltet. Und, genauso wichtig: Die Außentaschen, die wir gerade genäht haben, dürfen auch nicht mit in die Naht baumeln! Klappt sie zurück!
So. Und jetzt wenden wir das gute Stück! Jetzt bekommen nämlich die aufgesetzten Taschen ihren Boden. Baut eure Maschine auf Freiarm um und näht dort einmal rundum:
Prima! Und ab zur letzten Runde: Tasche zurückwenden und den Boden des schwarzen Korpus schließen:
Und nun die orangene Innentasche: Das gleiche in bunt, nur lasst an der Unterkante eine Wendeöffnung!
Und, natürlich: WENDEN!
So, die letzten Meter bis zur Ziellinie! Schaffmer die noch? Ach klar!
Und wenn ihr mit den Henkeln alles "richtig" gemacht habt, sollten solche Schlaufen entstanden sein:
Und die sind für das da:
oder das da:
oder dieses?
oder wie ihr wollt
Und hier noch ein Blick ins Innere des Schmuckstückes:
Theoretisch ist die Tasche jetzt fertig. Jetzt muss nur noch geputzt werden: Die Markiernähte müssen entfernt werden, die Kreidestriche rausgerubbelt und die Bodennaht geschlossen. Außerdem kann ein Stück Plastik oder so (in unsrem Falle 10 mal 40) mit Futter bezogen werden und als Boden eingelegt (wieso kann? Sollte!)
So. Jetzt schmückt das Teilchen nach Eurem Gutdünken und freut Euch dran! Und vergesst nicht, mir ein Foto davon zu schicken, ja?
So. Ich hoffe, ich hab mich verständlich ausgedrückt. Wenn nicht, fragt einfach nach. Ich möcht ja, dass Ihr Freude am Nähen habt!
Also, winke winke für Heute!
Allysonn
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